In den Jahren 2007 bis 2012 betreute Britta Huntemann einen analogen Schwarz-Weiß-Passbildautomaten in Hamburg-St.Pauli. In dieser Zeit sammelte sie Liegengebliebenes und experimentelle Fotostreifen, die aufgrund ihrer Arbeit am Automaten anfielen. Im Oktober 2011 stellte sie diese sowie daraus entstandene Collagen, Zitate und Fotomosaike in der Galerie LINDA e.V. aus.

Idee und Darstellung wurden danach weiter ausgearbeitet und mündeten in ein Buch zum „Sozialen Phänomen Photoautomat“. Die ganz eigene Optik der noch analogen Fotostreifen, die Schönheit der „Fehler“ und der Spaß, den die Besucher des Automatens ganz offensichtlich hatten, gibt dem Buch das Besondere.


Idee, Konzeption, Inhalte, Texte: Britta Huntemann
Fotos Nicole Sturz, Oliver Goernandt, Henriette Pogoda, Britta Huntemann 

2015 jährte sich die Gründung des heutigen Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung zum 50. Mal.

Zu diesem Anlaß wurde von der Agentur scienceRELATIONS ein Rückblick in Form eines knapp 200 Seiten umfassenden Buches konzipiert. Die Gestaltung umfasste Interviews, Texte, Schlaglichter, Zitate, den Zeitstrahl etc. in jeweils den zwei Sprachen Deutsch und Englisch. Zusätzlich bekam das Buch einen Teilschutzumschlag mit Glanzlackveredelung.


Im Auftrag von scienceRELATIONS

Zu den gezeigten Arbeiten der Künsterlin Gisoo Kim:

Tagebuch – Zwei Welten

Ich habe das Projekt „diary“ begonnen, als ich mein zweimonatiges Stipendium im Seoul Art Space 2010 erhielt. Am Rande der Stadt Seoul, wo sich ein Industriegebiet zur Kulturlandschaft wandelt, konnte ich zwei Monate lang arbeiten.
Mit meinen Werken führte ich eine Art Tagebuch über meine persönlichen Eindrücke. Ich wollte genau festhalten und deutlich machen, was ich sehe und denke.
Fäden verbinden immer zwei alltägliche Fotografien im Format 10 x 15 cm.
Es wird eine zweite Wirklichkeit gestickt.

Gisoo Kim

Zum Katalog:
Die Gestaltung greift das Thema der Verbindung der „zwei Welten“ mittels feiner Linien und der Anordnung auf, bleibt aber sehr zurückhaltend und klar, um den Arbeiten von Gisoo Kim Raum zu lassen.

Die in Düsseldorf lebende Küstlerin Gisoo Kim Gisoo Kim näht auf Fotografien, die unterschiedliche Landschaften zeigen. Der Faden fliesst verbindet die beiden Motive, er „fließt weiter“. So verknüpft Gisoo Kim zwei Orte, die nicht zusammengehören – einen offensichtlichen und einen fremden Ort.

Gisoo Kim, geboren 1971 in Seoul, Südkorea, hat in ihrer Heimatstadt, in Hamburg und in Düsseldorf Kunst studiert. Die Ausstellung im Kunstverein Biberach, zu der der Katalog erschien, wurde von der Kulturstiftung NRW gefördert.

Müll ist in seiner Masse und Vielfalt ein Spiegelbild jeder Gesellschaft. Unsere Abfälle zeugen detailliert von unseren Gewohnheiten und unserem Verhalten. Im Vergleich zu uns ist Müll jedoch sehr langlebig.

Uns interessierte, was er kommenden Kulturen von uns erzählen wird. Wir wählten die Perspektive einer Zukunft, in der es Abfall, wie wir ihn heute kennen, nicht mehr gibt. Der distanzierte Blick auf unseren Müll entlarvt unser Handeln in vielfältiger Weise als absurd.

Diese Widersinnigkeit beleuchten wir in Gestalt eines wissenschaftlichen Buchs. Mit Erstaunen wird Müll in seiner Verschiedenheit und Fülle betrachtet, seine Entstehung in allen Lebensbereichen verfolgt. Verpackungen mit ihrer ganz eigenen Sprache und Symbolik bilden einen Schwerpunkt der Arbeit.